Hier nun der 2. Teil:
Auch Der wird wieder eher weniger Fliegerbilder enthalten, aber bei diesem speziellen Land lohnt es sich auf jeden Fall, non-aviatic Bilder zu zeigen. Ein Teilnehmer war schon einmal 2009 mit einer Bustour dort. Er sagte, es habe sich unvorstellbar gewandelt, früher war es undenkbar auch nur 1 Bild aus dem Bus zu machen. Heute klickt es zickfach während der Fahrt, sobald ein Motiv auftaucht. Man soll natürlich nicht z.B. Leute aufnehmen, die am Fluss Kleider waschen etc., hier kam dann natürlich die Abmahnung. Wobei uns extrem auffiel, dass der Fahrer an kritischen Stellen, oder wo es was Interessant wurde, immer schneller fuhr, sodass bei den holprigen Straßen eher kein Fotografieren möglich war. Meine Gegenmaßnahme war: hohe ISO-Zahl und „Schnellfeuer-Modus“.
Ich denke wir haben das Kim Jong Un, dem 29 (oder 30??) jährigen Nachfolger zu verdanken, der seit ende 2009 an der Macht ist. Das Alter steht nicht genau fest, genauso weitere Info´s: Der Guide meinte auf meine Frage, was sie über die angebliche Tochter des verstorbenen Kim Jong Il wisse, man spräche im Volk nicht über Privates des dear Leaders, es ist also nicht mal gesichert, ob überhaupt eine Tochter existiert – absolut verrückt. Die Gruppe hat sich mal einen wirklich harmlosen Scherz über den leader erlaubt. Die Reiseleiterin bekam sofort rote Backen und sagte erzürnt: Das sollen wir NIE wieder machen....
Vorab ein Nachtrag zu Teil 1:
Brian hat sich ja etliche T-Shirts selbst entworfen. Hier sieht man schön den Tourverlauf

----Wir haben Mittwoch, den 12.09., Halbzeit der Reise.
Morgens im Bus vor der Abfahrt:

Es ist übrigens Pflicht für jeden Bürger, das kleine rote Emblem der beiden Führer zu tragen

Was machen die armen Mädels eigentlich wenn sie mal müssen?

Auf jeden Fall steuert sie an dem Verteilerkasten die Ampeln, im Hintergrund sind die Leute auf dem Weg zur Probe für Arirang, (die Massen-Synchrondarstellung aus Teil I gezeigt)

Könnte auch auf Kuba sein.

Soo, nun aber ein Flieger: P-632, die kurze Tu 204-300


Hier die lange Variante der IL 14


nochmal ein Blick zurück auf Teile der Flotte: P-632, P-552, P-561, P-885.

Unser Flieger nach Hamhung: P-814, Tu 134 (Platz 1a ist schon besetzt

Sie wurde 1983 gebaut, und ist somit gleich alt wie der aktuelle Staatsführer, Kim Jong un.

Handbemalte titles

Mrs. Pang, unsere Reiseleiterin, freut sich mit uns

das geniale Retro-interieur, im Hintergrund: Schlange stehen an der Toilette, aber nicht weil sie es auf der Blase haben sondern wegen dem Fenster, das den Blick auf das Heck ermöglicht. Ohne Kamera ging glaub ich niemand aufs Klo. Der Kollege links hatte sich vor der Reise etliche T-shirts entworfen und drucken lassen.

hier der Toilettenblick

hier geht die Tür nach innen auf:

Es folgte der Flug nach Hamhung, wo unser gewohnter Bus uns abholte

Er war in der Früh schon die 180 KM vorausgefahren. (wir hatten ja immer 2 Busse, an diesem Morgen
Zum Flughafen nur 1, jetzt weiß ich warum)
nun sind wir am ersten Ziel angelangt, einer Düngemittelfabrik, die uns stolz gezeigt wurde.
Unbewusst wurde uns hier das etwas realere Nordkorea gezeigt: Verratzte Gebäude und ein extreemer Gestank nach Ammoniak, der mich zwang den Bus nur kurz zu Verlassen. Die Besichtigung innen hab ich mir, wie einige andere Reisende, erspart. Einer klagte danach über Brennen im Hals....
(Einen Tag später hatte die hälfte der Gruppe Magenprobleme, was definitv vom Wasser kam, mit dem das Essen dort zubereitet wurde. Auf der Toilette kam es gelb raus.)
Dazu das neblige Wetter, und dann noch total bizarr: Durch Lautsprecher wurde „auf geht´s, wir schaffen alles“-Marschmusik gespielt.

Das Bild erinnert an die Anfänge der Industrialisierung:



Was hier rauskommt, kann nicht gesund sein...(nein, kein Photoshop !!)

Zurück am Airport Hamhung, das VIP-Gebäude sogar mit Teppich ausgestattet.

Passagiere und Gepäck wurden (werden?) hier gewogen.

Rückflug nach Pyongyang

mit Klapptisch


und schon war der Monsunregen da

zurück in der Stadt:

stylischer Bus. Jeder rote Stern unter den Fenstern steht für 50.000 gefahrene KM

jeder reagiert auf seine Weise




hier nahm die Mutter die Arme des Kindes zum Winken,


klein Schulklasse unterwegs

die 2 dürfen natürlich nicht fehlen


Und wieder ein neuer Tag, heute nur mit Touri-Programm, Donnerstag, 13.09.
Der junge lernt schon was alle machen: Es wird sich nie auf den Hosenboden gesetzt, wenn man irgendwo wartet. Das fiel an Bushaltestellen etc immer auf.

Nun gings zur U-Bahn, mit der wir ein paar Stationen fahren durften.
Ich hab nur schnell 1 Bild ohne Blitz gemacht, weil ich nicht aufdringlich sein wollte.
Es war ein Blitzgewitter ohne Ende, und jeder hielt seine Kamera hoch. Da hätte ich mir etwas Zurückhaltung von der Gruppe gewünscht.
Und: Das Bild ist für mich ein Sinnbild der Reise:
2 Ideologien prallen hier aufeinander, die so unterschiedlich wie die Fahrtrichtung der beiden sind

100 meter gings runter

Alte Beriner S-Bahnen sind hier im Einsatz:

wie im Moskau, pompös ausgestattet (zumindest die, welche wir besichtigen durften)

und die 2 immer mit an Bord


mit Holzkelle !

im Gold erstrahlend: der Great Leader

wieder in der Stadt


sogar public Viewing gibt es


Freitag, 14.09.
Was für ein Tag: Dass ich hier mal mitfliege, und dann auch noch in Nordkorea....
Es wurde Tags zuvor extra run-ups gemacht, damit heute auch ja nichts schief geht und niemand sein Gesicht verliert. Bei bestem Licht stand sie da:

beide Segelohren sind ausgefahren


und auffie geht’s

sogar Bordservice gab es

hier müsst ihr mir jetzt einfach glauben:
Ich hab das Bild mit der Wasserwaage meiner Kamera gemacht, so sieht man den descend-winkel beim Anflug

Jeder Besucher erhält einen Cockpit-shot

ein Stock tiefer:

Voller Einsatz an der Pfütze

mit folgendem Ergebnis:


Dann gabs wieder die mitgebrachten Lunch-Pakete, da nicht immer Zeit für einen Restaurant-Besuch war

Hamhung Airport, mit security-Check im Freien, ganz spartanisch.

Nun flog ein Teil mit der IL wieder zurück, wir anderen mit der AN 24.
Verrückt, 2 Flieger nur für uns Unterwegs !!

los gings


chinesisches Bier gabs an Bord

Der Flug war von den Motiven her der Beste !

hier der Airport, die hintere Runway (am Terminal gelegen) wird nicht mehr genutzt,
jeder Flieger muss so stundenlang taxen, echt „leicht fehlgeplant“



nett, mit kleinem Aussiedlerhof


im final gings dann noch übers Vorfeld in Richtung der aktiven Landebahn 01:

und natürlich....:

Heckparade:

Abschiedstag, Samstag, 15.09.:
Noch die letzten Denkmäler mitgenommen:


hier das Interimsterminal (nebenan wird ein Moderneres gebaut)

Scheeee !!

Full house

und es ging an Bord der Tu 204-100 (die lange Version) P-633




Der Abschied tat weh, wie man an den Tränen unschwer erkennen kann

Microsoft nutzen, Hamburger an Bord servieren, also konsequent sind die nicht....
Von wegen Klassenfeind !!??

PEK:

In Peking kam uns dieser A330 von Air China im final befindlich entgegen, B-6076

Ca. 40km südlich von PEK lag dieser Militärplatz, über dem wir ins final drehten.

der ging auf der 36 R raus, die wir ca. 20 min. zu crossen versuchten. Vom Touchdown
bis Gate benötigten wir 40 min. !




Nun, am Ende der Reise noch ein Fazit: Der Wandel hat definitv begonnen, die Frage ist nur in welchem Tempo er weitergeht.
Ein Mitreisender meinte zum Guide: "Wetten, dass in 5-10 Jahren der erste MC Donalds in Pyongyang eröffnet?
Wenn man jedoch die Disziplin und den Gehorsam sieht, den das Volk hat (ohne den das Arirang-Festival undenkbar wäre), vermute ich dass es eher länger dauert.
Denn wenn eine Aufstand sich durchsetzt, macht er sich zuerst beim Gehorsam bemerkbar.... Man wird sehen.
mit diesem traumhaften Sonnenuntergang vom Hotel in Pyongyang möchte ich mich nun verabschieden,
und verweise auf http://www.juchetravelservices.com, wo man weitere Touren buchen kann.

