Hallo,
zum Ende meiner Türkei – Rundreise wollte ich einen wunderbaren Urlaub in einem fantastischen Land mit einem Spotteraufenthalt in Istanbul-Atatürk krönen. Leider war es nicht so einfach, wie ich es mir erhofft hatte und wie man es aus Westeuropa gewöhnt ist. Da ich einen großen Koffer bei mir hatte, war es für mich nicht so günstig, nach Fotomöglichkeiten rund um den Flughafen zu suchen. Das Areal ist recht weitläufig und auch die Wachtürme, die sich im Abstand von wenigen Metern befinden und häufig besetzt sind, haben mich nicht gerade zum Fotografieren ermutigt.
Sowohl das internationale als auch das Inlandsterminal kann man nur betreten, wenn man sich selbst und sein Gepäck durchleuchten lässt. Eine Prozedur, wie in STR beim Zugang zum Abflugbereich.
Im Inlandsterminal gibt es nur eine einzige frei zugängliche Möglichkeit, Flugzeuge zu sehen und dabei handelt es sich um eine getönte Scheibe mit Blickrichtung West. Vorsichtig wie ich bin habe ich einen offiziell aussehenden Herrn gefragt, ob ich fotografieren dürfe und die Antwort war leider „Nein“.
Im internationalen Terminal gibt es im frei zugänglichen Bereich nur ein Restaurant mit Blick nach Süden. Die Sicht ist aber durch Teile eines Daches so stark eingeschränkt, dass man praktisch gar nichts sehen, geschweige denn fotografieren kann. Erst wenn man den zweiten Kontrollpunkt, die Passkontrolle, durchschritten hat, ergeben sich Möglichkeiten und zwar im westlichen Teil des Gebäudes mit Blickrichtung Süden und Norden. Da an jedem Gate nochmals extra kontrolliert und das Handgepäck durchleuchtet wird, sind auch hier an allen Ecken und Enden Sicherheitskräfte präsent. Um nicht wieder ein „Nein“ zu kassieren und damit „wissen zu müssen“, dass Fotografieren nicht erlaubt oder erwünscht ist, habe ich es diesmal einfach versucht (spätestens als sich einige Inder gegenseitig vor der Scheibe fotografiert haben) und es hat auch keiner etwas dagegen gesagt. Allerdings habe ich sehr diskret Registrierungen notiert und auf den Einsatz meines Fernglases habe ich auch verzichtet.
Besondere Highlights zwischen 12 und 15 Uhr an einem Montag waren:
• TU 134 von Atyrau Airways (UN-65070 aus Atyrau)
• 737-200 von Azmar Air (J2-SHB aus Süleymaniyah/Kurdistan)
• A320 von Gulf Air aus Bahrain
• DC-9 von UM Air
• CRJ 900 von AtlasJet.
Ein toller Abschluss war das Taxiing zur Startbahn. Hierfür sollte man sich beim Check-In unbedingt einen Fensterplatz auf der rechten Seite (in Flugrichtung) reservieren. Auf diese Weise hat man beim Start auf Runway 18L die Chance, die entlang der Maintenance – Anlagen abgestellten Flugzeuge mit Blickrichtung Osten abzulichten.
Die abgestellten Maschinen, an denen wir vorbeigerollt sind, waren:
• HA-TCZ AN26 Budapest Aircraft Service
• OO-TND 737-300F TNT
• TC-FLR ERJ 145 Fly Air (ganz weiß)
• TC-MNT MD 80 Tarhan Tower
• TC-MNC A300B4F MNG Cargo
• LZ-BHA A320 Balkan Holidays (ganz weiß)
• TC-ONT A300B4 Onur Air (in Saudi Arabian – Grundbemalung)
• TC-FLK A300B4 Fly Air (volle Saudi Arabian – Farben)
• TC-FLM A300B4 Fly Air (ex JAS-Leitwerk, weißer Rumpf,
grauer Bauch, keine Titel, keine Triebwerke, nur Hüllen)
• TC-MCB A300B4F MNG Cargo.
Dahinter standen noch ein A320 von Azerbaijan Airlines, der A300B4 TC-MNZ von MNG in neutralisierten (TUI-Farben), eine weiße 727-200F und ein A310 in neutralisierter Bemalung mit blauem Leitwerk (möglicherweise ex KTHY).
Die Flugzeuge, die auf eine Überholung bei MNG Tech warten, sind so ineinander verkeilt, dass man erstmal fünf Flugzeuge wegschieben muss, um ein Flugzeug aus dem Hangar zu holen. Das Ganze sieht bei kurzem Hinschauen nicht sehr durchdacht aus.
Auf der anderen Seite der Startbahn befindet sich eine Abstellfläche, die einen recht trostlosen Anblick offenbart. Wenn man als A300 einmal auf diesem Teil des Flughafens angekommen ist, dürfte die aktive Karriere definitiv beendet sein. Hier standen die drei A300B4 der ehemaligen Bosphorus European Airlines – BEA (einer davon mit Sudan Airways – Aufschrift), zwei A300B4 der Fly Air (TC-FLE „friendly birds“, ohne Titel und TC-FLA in weiß mit neutralem grünem Saudia – Leitwerk) sowie zwei ganz weiße A300B4 und einer in vollen Sudan Airways – Farben (ich vermute TC-ANI, auch TC-FLA trug früher mal volle Sudan Airways – Farben, aber der konnte es ja nicht sein). Zwischendrin stehen noch eine neutrale DC-9 (inzwischen eher grau statt weiß) und eine AN12 von CAT. Die Flugzeuge scheinen z.T. schon seit Jahren hier zu stehen.
Keine Zeit zum Spotten hatte ich in Ankara und Antalya.
Bei der Ankunft in Ankara befanden sich außer den Flugzeugen von Turkish Airlines einige F27 von MNG Cargo auf einem abgelegenen Teil des Vorfelds sowie eine AN72, die eine zarte Cheatline trug, die ich aber nicht weiter identifizieren konnte, da ich sie nur genau von vorne sah.
Antalya hat enorm viele Bewegungen und es ist viel Interessantes dabei. Transaero kommt offenbar täglich mit 747-200 und dazu bestimmt drei bis vier IL86 pro Tag. Identifizieren konnte ich ein Exemplar von Tatarstan Airlines (ohne Titel, mit Logo und ex China Xinjiang (?) – Farben). Die besten Möglichkeiten um Fotos zu machen, sind meiner Meinung nach im Anflug. Ansonsten ist der Flughafen sehr weiträumig umzäunt und es gibt auch hier sehr viele Wachtürme.
Für den Fall, dass ich wieder einmal in die Türkei komme, würde ich versuchen, eine gewisse Zeit im Anflug auf Antalya zu verbringen und in Istanbul-Atatürk möglichst früh einzuchecken, damit noch genügend Zeit an den Glasscheiben bleibt.
Viele Grüße und sonnige Tage,
Micha (RA-86583)
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Spotterinfos zur Türkei Mai/Juni 2006
Moderatoren: Worsen, Bianca, PaddyFly

