Mit einem Jahr Verspätung hat unsere Karibik Kreuzfahrt mit der Mein Schiff 2 nun endlich stattgefunden. Zwar hat sich die Route von der Buchung bis zum Reisebeginn immer mal wieder geändert, und als dann Omikron aufgetaucht ist hatten wir noch ein paar Bedenken, ob die Reise nicht wieder abgesagt wird, aber wir hatten riesiges Glück und eine wundervolle Reise.
Im Vorfeld mussten wir für die Reise noch einen PCR Test machen lassen, der nicht älter als 72h-48h alt vor Einreise sein darf. Auch wenn wir geimpft waren. Den ließen wir am 01. Januar oben am Flughafen Stuttgart bei EcoCare machen. Freundliches Personal und keine langen Wartezeiten. Nach 1 1/5h bekamen wir das Ergebnis. Negativ. Jetzt konnte die Reise so richtig beginnen.
02.01.2022 Anreise zum Flughafen Frankfurt
Da unser Flieger am nächsten Tag um 13 Uhr abflog, haben wir uns dazu entschlossen einen Tag vorher anzureisen und eine Nacht im Hotel am Flughafen zu Übernachten. Wir sind ganz gemütlich Nachmittags mit dem ICE nach Frankfurt gefahren. Dort haben wir die Nacht im Hilton Hotel verbracht. Gebucht über booking.com. Für mich und meinen Papa hat das Zimmer 120€ gekostet.
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Im Squaire haben wir dann noch zu Abend gegessen und sind danach relativ früh schlafen gegangen, da wir am nächsten Tag um 06:00 Uhr aufstehen mussten.
Hier weihnachtet es noch
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Um 06:00 Uhr klingelte der Wecker. Draußen war es noch dunkel. Wir haben die Möglichkeit genutzt, unser Frühstück aufs Zimmer liefern zu lassen. 34€ pro Person. Kam dann pünktlich um 07:00 Uhr.
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Vor dem Frühstück mussten wir für unsere Reise noch einen Selbsttest machen, der aber auch negativ war.
Gegen 09:00 Uhr checkten wir aus und liefen rüber ins Terminal 1 zum Eurowings Discover Check-In. Unser Flug war ein Charterflug. Tui Cruises hat von Eurowings Discover Flugzeug und Crew gechartert. Heißt, in dem Flieger saßen dann auch nur Passagiere, die mit uns aufs Schiff gingen.
Check-In und Passkontrolle verliefen unkompliziert.
Unser Abfluggate war C06. Leider in dem Bereich des Flughafens, wo es keinerlei Lebensmittelshops gab. Also mussten wir nochmal durch die Passkontrolle und raus in den öffentlichen Bereich um einen Bäcker zu finden. Als wir dann wieder durch die Passkontrolle ausreisten, meinte der Grenzbeamte mit einem Lachen, ihr wart doch vorher schon mal da.
Unser Flieger nach Barbados. Eurowings Discover A330-200 D-AXGE
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Ich saß auf Sitzplatz 32K
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Der Flug war ok. Die Crew war nett. Es gab eine warme Speise direkt nach dem Abflug und einen kleinen kalten Snack 2h vor der Landung. Getränkerunden gab es ein paar mal während des Fluges. Sitzabstand war in Ordnung und die Auswahl im Entertainmentprogramm war ausreichend. Genug Filme zur Auswahl.
Über dem Atlantik auf Höhe der Azoren hat es mal für eine Stunde ziemlich gewackelt. War schon unangenehm und ich war froh, als es wieder ruhiger wurde.
Da wir die An- und Abreise über Tui Cruises gebucht hatten, war es ganz entspannt und wir mussten uns um nichts kümmern. Unseren Koffer hatten wir in Frankfurt aufgegeben. Den sahen wir erst wieder vor unserer Kabine auf dem Schiff. In Barbados gelandet durften wir aus dem Flieger aussteigen und direkt vor dem Flieger warteten auf dem Vorfeld schon die Busse, die uns zum Kreuzfahrtterminal fuhren. Wir mussten also keine Koffer holen und auch nicht durch das Flughafengebäude durch.
Im Hafen angekommen mussten wir uns in eine Schlange stellen. Dort wurde nur der PCR Test und der Impfnachweis kontrolliert. In der nächsten Schlange wurde nur noch ein Bild für die Bordkarte gemacht und der Reisepass verglichen. Eingecheckt fürs Schiff mussten wir nämlich auch schon von zu Hause aus online über die Mein Schiff App.
Um 19 Uhr durften wir dann endlich unser Schwimmendes Zuhause für die nächsten zwei Wochen betreten
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Auf unsere Kabine konnten wir auch gleich. Wir hatten eine Balkonkabine auf Deck 6. Nachdem wir unser Handgepäck abgelegt hatten, mussten wir noch auf unsere Musterstation gehen, wegen der Rettungsübung. Wegen Corona läuft diese momentan etwas anders ab. Man geht hin und in kleinen Gruppen wird einem kurz etwas erklärt und das anlegen der Rettungsweste gezeigt. Nach nicht einmal 5 Minuten ist man schon fertig.
Wir sind danach noch oben im Buffettrestaurant Abendessen gewesen. Und das um 01:00 Uhr Nachts deutscher Zeit.
Nach dem Essen haben wir noch einen Cocktail zum Beginn der Reise getrunken und sind dann aber relativ schnell ins Bett und eingeschlafen.
Auf dem Schiff gilt im gesamten Innenbereich Maskenpflicht. Die Crew trägt überall FFP2 Masken. In den Treppenhäusern bei den Fahrstühlen stehen Handdesinfektionsspender. Vor betreten eines Restaurants muss man sich die Hände waschen und dann noch desinfizieren. In den A la Carte Restaurants bekommt man seinen Tisch zugewiesen, in den Buffettrestaurants kann man sich seinen Tisch selber raussuchen. Es wird immer die Kabinennummer abgefragt, zwecks Kontaktnachverfolgung. In den Buffettrestaurants kann man sich seine Getränke selber holen, das Essen wird einem auf den Teller gelegt. Und auf den Tischen ist das Besteck eingeschweißt.
Kurz vor Ende unserer Reise wurde es umgestellt und man konnte sich sein Essen wieder selber holen. Wir dachten zuerst es sei wegen Corona so gewesen, aber im Nachhinein haben wir erfahren, dass es auf der vorherigen Reise ein paar Magen-Darm Fälle gab, und um das wieder einzudämmen hat man die Selbstbedienung beim Essen aufgehoben.
Bevor wir ins Bett sind, kam noch die Info vom Kapitän, dass es vereinzelt positive Fälle von Covid auf dem Schiff gebe, diese aber versorgt werden und in einem abgetrennten Bereich des Schiffes untergebracht sind. (Balkonkabinen im vorderen Bereich mit extra geschalteter Klimaanlage) Diese Personen hatten wenige bis keine Symptome. Wir haben dann in den ganzen zwei Wochen nichts mehr von Corona gehört. Bis zum Ende unserer Reise. Aber dazu mehr am Ende des Berichts.
Um 06:00 Uhr waren wir wach und konnten nicht mehr schlafen. Da es immer mal wieder kurz regnete, war die Luftfeuchtigkeit draußen schon einiges höher, als bei uns in Deutschland.
Nach dem Aufstehen lief die MSC Seaview in den Hafen ein
Wir hatten heute unseren ersten Ausflug. Inselrundfahrt und Strandaufenthalt. Während man in Deutschland friert und warme Kleidung anhatte, konnten wir endlich kurze Hose, T-shirt und FlipFlops anziehen. Herrlich.
Beim Ausstieg vom Schiff wurde Fieber gemessen. Und beim Einstieg in die Ausflugsbusse jedes mal Hand desinfiziert. Und das in jedem Hafen. Sogar in den Souveniergeschäften am Hafen war überall ein Desinfektionsspender. Bei uns hier in Deutschland sucht man das vergeblich.
Wir fuhren mit dem Bus, es herrscht Linksverkehr auf Barbados, zuerst auf den Aussichtspunkt Cherry Tree Hill, mit einem tollen Blick auf die windige Ostküste Barbados
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Heute stand ein aufregender Ausflug für uns an. Für mich ging es das erste mal in meinem Leben mit einem Helikopter in die Lüfte. Man war ich aufgeregt.
Unser fliegendes Gefährt vom Schiff aus gesehen
Dann kam auch schon unser Heli eingeflogen. Ein Eurocopter AS350B mit Platz für 6 Passagiere
Der Heli flog zwei Runden bevor wir dran waren. Als wir dann drankommen sollten, meinte der Pilot, dass wir uns noch ein Weilchen gedulden müssen, da das Wetter auf der Route noch nicht so gut sei. Der Heli wurde abgestellt und wir durften noch so ca. 20 Minuten warten.
Da der Flughafen nicht sehr groß war, gab es dort auch nur kleine Flieger, so wie diese Cessnas
Dann als sich das Wetter gebessert hatte, wurden erst mal wieder die Turbinen angeschmissen, bevor wir einsteigen konnten
Dann ging es auch schon los. Bei laufendem Rotor durften wir einsteigen. Und was für ein Glück, ich bekam einen Platz am Fenster direkt hinter dem Piloten
Vorbei an unserem Schiff ging es an die Südküste von St. Lucia
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Heute war den ganzen Tag Sonne tanken angesagt. Der Morgen sah noch etwas bewölkt aus. Aber es war schon angenehm warm bei 26°C.
Nachts fallen die Temperaturen auch nicht weniger als auf 25°C. Tagsüber bis zu 28°C.
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Gegen Nachmittag flüchteten wir auf unsere Kabine, da es uns in der Sonne doch ein bisschen zu warm geworden ist. Und einen Sonnenbrand wollten wir uns auch nicht holen.
Auf Kabine erwartete uns dann dieser Kumpel
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Später kam dann noch eine Durchsage vom Kapitän. Er habe seine Runde auf dem Schiff gemacht und sei dabei auch beim Bordhospital vorbeigekommen. Jetzt dachten wir natürlich sofort an Corona, aber nein. Er sagte, dass er dachte er wäre in der Küche gelandet. So viele rote Hummer. Er meinte damit die Passagiere, die zu lange in der Sonne waren, und sich einen extremen Sonnenbrand geholt hatten. Wir sollten doch auf ausreichend Sonnenschutz achten.
Und was ich bis heute auch nicht wusste. Der Original Likör hat eine klare Farbe. Also wie Schnaps. Die bunten Farben so wie wir ihn aus Deutschland kennen, entstehen durch Zugabe von Lebensmittelfarben. Der Geschmack bleibt der gleiche.
Es gibt ihn aber auch noch in den Geschmäckern Kaffee, Kakao und Rum Rosine
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Zum Schluss machten wir noch einen Spaziergang durch Willemstad. Dort gibt es die Königin Emma Brücke. Sie wurde 1888 erbaut und ist die einzige schwimmende Pontonbrücke auf der Welt. Wenn ein Schiff ein- oder ausfahren will, wird die Brücke einfach zur Seite gefahren.
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Wir fuhren fast über die ganze Insel. Gegen Ende der Tour kamen wir noch zu den Salzseen von Bonaire. Denn auf Bonaire wird Salz hergestellt. Und das nicht wenig.
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Zurück an Bord erwartete uns eine kleine Überraschung auf der Kabine. Da mein Papa Geburtstag hatte gab es einen kleinen Kuchen und eine Schachtel Pralinen mit besten Grüßen vom Kapitän und Kreuzfahrtdirektor
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Nach dem Mittagessen an Bord ging es dann noch mit einem Wassertaxi direkt vom Schiff aus rüber auf die kleine unberührte Insel Klein Bonaire. Dort gab es weder Liegen und Sonnenschirme noch Toiletten. Also unberührte Natur. Dort konnten wir 2h Schwimmen und Schnorcheln.
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Am Abend um 19 Uhr fuhren wir dann weiter nach Aruba. Während des Ablegens saßen wir im Steakhaus auf dem Schiff. Einem Bedienrestaurant, das nicht im Preis mit inbegriffen war. Aber für einen besonderen Abend kann man das schon mal machen.
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Beim Bestellen fragte uns der Kellner, in welcher Farbe wir gerne unser Steakmesser hätten. Hatte ich auch noch nie.
Vorspeise: Tatar von Avocado und Tomate für mich
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Und als Nachspeise haben wir uns beide für das Mangosorbet entschieden
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Das Essen war richtig lecker gewesen. Besonders das Filetsteak. Es war so medium gebraten, dass man es mit der Zunge zerdrücken konnte.
Trotz der geringen Mengen waren wir pappsatt.
Morgen kommt noch das A der ABC Inseln.
Um 19 Uhr war Abfahrt von Aruba. Wir mussten noch warten, bis die KLM Maschine aus Amsterdam gelandet ist, da die Fahrrinne genau in der Einflugschneise vom Flughafen lag. Und der Flughafen war nicht weit weg.
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Wir machten uns dann mit einem Seetag dazwischen auf den Weg nach St. Maarten. Mit 2,5m Wellen. Die hat man ganz oben an Deck schon ordentlich gemerkt. Es war kurz nach 21 Uhr, als die Durchsage kam. Aufgrund einer technischen Störung gingen auf dem ganzen Schiff die Schließmechanismen der Türen nicht mehr. Um auf die Kabine zu kommen, musste man einfach nur seine Bordkarte an das Lesegerät an der Kabinentür halten und schon ging die Tür auf. Und diese Lesegeräte gingen auf dem ganzen Schiff nicht mehr.
Wenn man in seiner Kabine war, ist man zwar wieder rausgekommen, aber man kam nicht mehr rein. Aber die Passagiere machten das beste daraus und vergnügten sich auf dem Schiff, bis es neue Infos gab. Keiner beschwerte sich. Um 22:30 Uhr saßen wir im Buffettrestaurant und haben noch eine Kleinigkeit gegessen.
Dann gegen 23 Uhr wurden die einzelnen Decks aufgerufen. Mitarbeiter gehen durch das ganze Schiff und schließen einem die Kabinen auf. Mit einem ganz normalen Metallschlüssel. Ich glaub wir waren erst um Mitternacht im Bett.
Nach dem Frühstück konnte uns unser Kabinensteward reinlassen. Die konnten die Türe mittlerweile mit Zentralchipkarten öffnen.
Wir legten uns für ca. 30 Minuten hoch aufs Sonnendeck. Da der Seegang aber noch nicht nachgelassen hatte, wackelte es oben schon ordentlich. Und ein Wind fegte über das Deck mit bis zu 50km/h. Wir gingen dann für den Rest des Tages auf unseren Balkon, da war auch den ganzen Tag Sonne.
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