Wildnis pur - 1 Woche im Krüger Nationalpark

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Wildnis pur - 1 Woche im Krüger Nationalpark

Beitragvon Bianca » 26. Mai 2019 08:15

Für mich ging es Mitte Mai wieder einmal in den Krüger Nationalpark, um mich 1 Woche der Tierfotografie zu widmen, aber auch um den Krüger Nationalpark mal auf eine andere Art zu erkunden – nämlich zu Fuß auf einer mehrtägigen Wanderung.

Der erste Teil wird jetzt relativ textlastig, später werden dann die Bilder überwiegen. Zwar wird ein kleiner Teil an aviatischen Bildern mit drin sein, aber da der Schwerpunkt auf Bildern von Tieren, Natur, etc. liegt, habe ich das off-topic für meinen Bericht gewählt.

Tag 1: Anreise

Am 19. Mai sollte es abends von STR via FRA mit Lufthansa nach JNB gehen. Da ich freitags noch arbeiten musste, wählte ich die späteste Verbindung ab STR um 20.10h, welche mit 1h 10 Min. genügend Umsteigezeit in FRA vorsieht. Angekommen in STR, staute sich die Schlange an der Sicherheitskontrolle mal wieder bis zur Ausgangstür der Terminals. Ob die 21 Minuten wirklich stimmen? Für mich sah das eher nach 45-60 Minuten aus.

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Leider kam es nicht dazu, dass ich die angezeigte Wartezeit überprüfen konnte, denn am Check-in teilte man mir mit, dass mein Flug verspätet sei und ich mit dem Zug nach FRA fahren soll. Was mir aber zu diesem Zeitpunkt allerdings keiner sagte, dass selbst die nächst verfügbare S-Bahn um 18.48h schon viel zu spät ist, um es noch rechtzeitig nach FRA zu meinem Abflug nach Johannesburg um 22.05h zu schaffen. Auf dem Weg zum Hauptbahnhof telefonierte ich mit LH, ob ich meinen Flug überhaupt noch bekommen würde und was dann die weitere Vorgehensweise wäre, da ich in JNB einen weiteren Anschlussflug habe. Die Auskunft an der Hotline war nicht sehr hilfreich, denn laut Hotline verstehe man nicht, warum ich mit dem Zug fahren soll, denn die Maschine nach FRA sei nicht wesentlich verspätet und mit einer Ankunftszeit um 21.06h am Fernbahnhof werde ich meinen Flug nach JNB um 22.05h wohl nicht mehr erreichen. Eine weitere Auskunft oder gar eine Umbuchung kann man mir jetzt aber nicht geben. Also beschloss ich, doch erst mal nach FRA zu fahren, auch wenn mein ICE mittlerweile auch noch mit Verspätung angezeigt wurde.

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Mein ICE ist schließlich um 21.15h am Fernbahnhof angekommen – somit blieben noch 50 Minuten Zeit, um das Terminal zu erreichen, Koffer abzugeben, die Sicherheitskontrolle und Passkontrolle zu passieren, sowie den langen Weg zum hintersten Gate Z69 zu schaffen.
Angekommen in der leeren Abflughalle am Check-in der Economy Class war natürlich der Check-in nicht mehr besetzt, denn dieser schließt 60 Minuten vor Abflug. In einem Büro hinter dem Check-in habe ich letztendlich doch noch einen Mitarbeiter angetroffen und auf meine Nachfrage, ob ich noch für Johannesburg einchecken könnte, bekam ich nur ein hochnäsiges: „na dafür sind Sie jetzt ja wohl reichlich zu spät dran, da geht nichts mehr.“ entgegen gebracht. Da die Zeit mittlerweile auf 40 Min. bis Abflug geschrumpft ist, hatte ich keine Lust auf Diskussionen, denn ich entdeckte schräg gegenüber den Business Class Check-in Schalter. Ich fragte ihn, ob ich dort einchecken könne (schließt erst 45 Minuten vor Abflug) und er sagte: „können Sie ja mal versuchen.“ Die Dame dort war sehr bemüht und ohne weitere Diskussion nahm sie sich mir an, obwohl ich Economy Class reise und mir ein Check-in an diesem Schalter nicht zu steht und schon gar nicht, wenn dieser ebenfalls schon geschlossen sein müsste. Ihr war es zum Glück möglich, meinen Koffer anzunehmen und ermutigte mich, dass ich es in den verbleibenden 35 Minuten noch ans Gate zu schaffen werde, wenn ich jetzt renne.
Da an der Sicherheitskontrolle und an der Ausreise nichts los war, habe ich es noch rechtzeitig ans Gate geschafft und bin noch nicht mal als Letzte ins Flugzeug gekommen ;-) Ich glaube den Weg vom Bahnhof bis zum Flugzeug habe ich in 27 Minuten geschafft.

Mein ursprünglich gebuchter Flug STR-FRA ist letztendlich mit 14 Minuten Verspätung in FRA angekommen, so dass diese Verbindung gut gereicht hätte und ich mir den ganzen Stress und Ärger erspart hätte. Mir ist es unverständlich, warum LH ihre Passagiere auf eine Zugverbindung schickt, mit welcher man seinen Flug nicht mehr erreichen kann. Übrigens, die Zugverbindung, welche mir die Check-in Dame in STR aushändigte, sah eine Ankunft in FRA um 22.06h vor. Also dann wenn der Flieger nach JNB bereits weg ist…

Zum Glück war der Flug nach JNB nicht ausgebucht und der Platz neben mir blieb frei. Auf einem Nachtflug und dieser Aufregung deutlich angenehmer.

Ca. 1,5h nach dem Start wurde dann das Abendessen serviert:

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Ca. 2h vor der Landung das Frühstück:

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Die Kabine der Economy Class in der D-ABYL Boeing 747-8:

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Ich hab mich schon gefreut, dass die erwartete Ankunftszeit 20 Minuten früher sein wird als geplant, so dass mein Weiterflug nach Skukuza nicht in Gefahr ist, aber die Piloten haben den Landeanflug auf JNB abgebrochen und einen Go Around geflogen, da sie den Wind falsch eingeschätzt haben und eine sichere Landung nicht gewährleistet gewesen sei. So die Info aus dem Cockpit. Der zweite Versuch klappte zum Glück, so dass wir pünktlich um 8.30h gelandet sind.
Einreise, Koffer holen, Weg ins Domestic-Terminal ging schnell, so dass ich den 10.00h Flug nach Skukuza problemlos bekommen habe.

Zum Einsatz kam ein Embraer 135. Mittlerweile kommen auf dieser Strecke auch mal ein Avro sowie der neue Embraer 170 von Airlink zum Einsatz.

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Bordservice auf dem 40 Minuten Flug von JNB nach SZK:

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Angekommen auf dem kleinen Flughafen von Skukuza:

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Nachdem ich die Formalitäten für meinen 1-wöchigen Aufenthalt im Park ausgefüllt und den Mietwagen (VW Polo) übernommen habe, konnte das Abenteuer Safari in Afrika los gehen.

Kurz nach dem Airport waren bereits Paviane zu sehen:

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Am Lake Panic gab es Flusspferde:

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Perlhühner auf der Straße:

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Da mir doch etwas Schlaf vom Nachtflug fehlte, bezog ich an diesem Tag recht früh mein Camp in Skukuza:

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Das war es mit dem ersten Teil, in den kommenden Tagen wird es hier dann weiter gehen. Vielen Dank für´s Lesen!


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Re: Wildnis pur - 1 Woche im Krüger Nationalpark

Beitragvon Bianca » 30. Mai 2019 18:54

Tag 2: Auf der Suche nach den Big 5
Pünktlich um 6.00h war ich bei Öffnung der Camptore wieder im Park unterwegs. Schon an meinem Ankunftstag hatte ich das Gefühl, dass es sehr schwierig ist, überhaupt Tiere zu sehen. Der Monat Mai gilt nicht als der beste Monat für die Tierbeobachtung. Die Regenzeit dauert meist bis in den April hinein und demnach ist das Gras im Mai noch sehr hoch, was das Auffinden der Tiere schwierig macht.
Kurz nach Sonnenaufgang gab es dann diese Weißrückengeier (White backed vultures):

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Trotz dass Sonntag war, war ich ziemlich allein auf den Straßen unterwegs und plötzlich lief mir dieser Kollege vor´s Auto:

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Leider war kein besseres Bild drin, denn bis ich das Auto in die richtige Position gebracht habe, zog es den Leopard wieder zurück ins geschützte Gras und bereits nach 1m hatte man keine Chance mehr ihn zu sehen.
Der Tag schien vielversprechend zu werden was die Katzensichtungen angeht – denn nur wenige Minuten später waren mehrere Löwen Männchen auf der Straße unterwegs. Aber leider ist mir auch hier kein gutes Bild gelungen, Autofahren und nebenher Fotografieren ist gar nicht so einfach ;-)

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Impalas gibt´s im Nationalpark zu genüge:

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Ein Haubenzwergfischer (Malachite Kingfisher):

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Bei Crocodile Bridge warteten dann die nächsten Vertreter der Big 5 – zwei grasende Breitmaulnashörner (White Rhino):

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Es war Sonntag und demnach im Park etwas mehr los als sonst, denn am Wochenende ist der Krüger Nationalpark für viele südafrikanische Familien aus der Umgebung ein Ausflugsziel wie für uns die Wilhelma. Eine Familie mit indischen Wurzeln hielt neben mir an und teilte mir mit, dass in 1km vier Tiger zu sehen seien. Ich fragte noch ungläubig nach „Tiger?“ – „Ja, Tiger!“ Ich bedankte mich für den Tipp, aber konnte mir ein Schmunzeln nicht verkneifen, denn im Krüger Nationalpark gibt es keine Tiger. Also war ich gespannt, was mich erwarten würde. Letzendlich entpuppten sich die Tiger als Geparde (Cheetahs):

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Bis auf den Büffel wären dann an diesem Tag die Big 5 komplett:
Den Büffel habe ich später auch noch weiter entfernt im Flussbett des Byamiti Rivers gesehen. Aber da ich mittlerweile schon so häufig im Krüger Nationalpark war, fotografiere ich auch nur noch sehr ausgewählt.

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Zum Abschluss an diesem Tag gab es noch einen Kampfadler (Martial Eagle) mit Beute:

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Um kurz nach 17.00h geht bereits die Sonne unter und spätestens 17.30h schließen die Tore – d.h. dann muss man auch zurück in seinem Camp, bzw. den Park wieder verlassen haben.

Normalerweise sind die Camps eher auf Selbstversorgung ausgelegt, aber die meisten Camps verfügen auch über ein Restaurant, welches mal besser oder mal schlechter ist. In Skukuza gibt es das Cattle Baron – welchem ich an diesem Abend einen Besuch abstattete, denn dort gibt es sehr gute Steaks:

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Re: Wildnis pur - 1 Woche im Krüger Nationalpark

Beitragvon Bianca » 8. Juni 2019 14:30

Tag 3: Magischer Sonnenaufgang am Lake Panic

Am nächsten Tag brach ich bereits wieder gegen 6.00h auf, mit dem Ziel, den Sonnenaufgang am Lake Panic Bird Hide mitzunehmen. Bei einem Bird Hide handelt es sich um eine kleine Beobachtungshütte, in die man hinein gehen kann und welche mit Sitzbänken ausgestattet ist. Eine nette Abwechslung zum ständigen „aus dem Auto zu fotografieren.“
Es war recht kalt an diesem Morgen (ca. 5 Grad) und über den See hat sich eine dünne Nebelschicht gelegt.

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Zu sehen waren ein paar Hippos sowie Schlangenhalsvögel (African Darter), die auf die Sonne warteten, im ihr Gefieder zu trocknen.

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Ein Graufischer (Pied Kingfisher) hat bereits erfolgreich sein Frühstück aus dem See gefischt.

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Für etwa 1h war ich ganz allein im Birdhide und konnte das Aufwachen der Natur für mich alleine genießen. Als dann immer mehr Besucher kamen, beschloß ich, meine Tour fortzusetzen.

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Der Mlondozi Damm bei Lower Sabie – einer der schönsten Aussichtspunkte im Krüger Nationalpark:

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Ein Nilwaran (water monitor) am Sunset Damm:

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Paviane (Baboons):

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Viele Säugetiere habe ich auf meiner Tour heute nicht gesehen, dann muss man eben derweil mit Vögel Vorlieb nehmen:

Gabelracke (lilac-breasted roller):

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Braunkopfliest (Brown hooded kingfisher):

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Auf dem Rückweg kam ich noch an diesen Zwergmangusten vorbei:

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Da der Tag bisher nicht sonderlich erfolgreich verlief, beschloss ich zurück ins Camp zu fahren. Wie so oft, kommt das Beste dann, wenn man nicht damit rechnet. Plötzlich lief ein Rudel Wildhunde auf die Straße:

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Ich folge dem Rudel über einige 100m und versuchte, trotz schlechter Lichtverhältnisse noch ein paar brauchbare Bilder hinzubekommen.

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Die Zeit verging plötzlich sehr schnell und es waren noch einige km bis ins Camp. Spätestens 17.30h muss man zurück sein, sonst erwarten einen empfindliche Strafen. Daher musste ich mich von diesem seltenen „Sighting“ leider trennen und traf 3 Minuten vor Schließung der Tore wieder in Skukuza ein.


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Re: Wildnis pur - 1 Woche im Krüger Nationalpark

Beitragvon Andre » 8. Juni 2019 14:50

Tolle Bilder Bianca! Mit welchem Objektiv hast du die Bilder gemacht?


Viele Grüße
Andre

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Re: Wildnis pur - 1 Woche im Krüger Nationalpark

Beitragvon Bianca » 9. Juni 2019 06:38

Andre hat geschrieben:Tolle Bilder Bianca! Mit welchem Objektiv hast du die Bilder gemacht?


Vielen Dank.

Die meisten Bilder sind mit dem Canon 100-400 gemacht - teilweise noch mit dem 1,4x Extender.


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Re: Wildnis pur - 1 Woche im Krüger Nationalpark

Beitragvon Bianca » 10. Juni 2019 15:18

b]Tag 4: auf der Suche nach Löwen in Satara[/b]

Heute hieß es Abschied nehmen von Skukuza und es ging ca. 90km weiter nördlich in die Zentralregion des Krüger Nationalparks nach Satara. Eine Gegend, die für gute Katzensichtungen bekannt ist, denn im Gegensatz zum Süden, gibt es hier offene Grassavanne mit wenig Bäumen. Für Fotografen das ideale Gebiet.
Gebucht habe ich eine Hütte mit „View“. „View“ bedeutet in dem Fall, dass diese direkt in erster Reihe an der Umzäunung zum Park gelegen ist.

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Da ich bereits direkt um 14.00h eingecheckt habe, hatte ich den Nachmittag noch Zeit, um mich auf die Suche nach den Löwen & co. zu machen. Daher entschied ich mich, die S100 entlang zu fahren, die auch als „Lions Alley“ bekannt ist.

Es gab Zebras…

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… Wasserböcke

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… diverse Vögel – wie z.B. dieser Hauben-Bartvogel

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Einfarb-Schlangenadler (Brown Snake-Eagle)

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Schwarzstorch

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… aber Löwen waren mal wieder keine zu sehen.

Also fuhr ich etwas enttäuscht noch die Hauptstraße Richtung Norden entlang, bis es Zeit wird ins Camp zurück zu kehren.
Hier begegneten mir noch diese Giraffen – eine solche kleine Giraffe habe ich selten mal gesehen:

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…und als die Sonne schon sehr tief stand, traf ich noch auf Hyänen. Tagsüber wird man sie kaum sehen, denn Hyänen werden erst in der Dämmerung aktiv:

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Diese Jungen dürften ca. 3 Monate alt sein, denn im Alter von 3 Monaten entwickeln junge Tüpfelhyänen die typischen Punkte auf ihrem Fell.

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Auf dem Weg zurück zum Camp begegnete mir dieser südliche Hornrabe (Southern Ground Hornbill), der sich gerade einen Baby-Hasen zum Abendessen gefangen hat…

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… und diesen im Ganzen verschlingt:

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Zurück im Camp war es auch für mich Zeit für`s Abendessen. Im Camp Shop habe ich mir eine sogenannte „Braai Box“ (eine Holzkiste, die Brennholz, Grillkohle, Zeitungspapier und Grillanzünder enthält) besorgt, die man einfach nur auf den Grill stellt, anzündet und wartet, bis man die perfekte Glut hat. Gelingt garantiert ;-)

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Re: Wildnis pur - 1 Woche im Krüger Nationalpark

Beitragvon Bianca » 18. Juni 2019 21:45

Tag 5: Beginn Napi Wilderness Trail

Nachdem ich in den letzten Jahren so oft im Krüger Nationalpark war, wollte ich nun endlich auch mal dort auf eine mehrtägige Wanderung (Wilderness Trail) gehen, da dies nochmal eine ganz andere Art ist, die afrikanische Wildnis zu erleben. Diese Trails sind oftmals schon Monate vorher ausgebucht, aber ich hatte Glück und habe kurzfristig 2 Wochen vorher noch einen Platz ergattern können. Hierzu aber später mehr, denn erstmal hatte ich an diesem Tag noch eine etwas längere Fahrstrecke vor mir.

Sonnenaufgang kurz nach 6.00h in Satara:

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Ich traf auch wieder auf die Hyänen vom Abend zuvor, welche es sich auf der Straße bequem gemacht haben:

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Ein Gleitaar (black shouldered kite):

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Zebras mit Nachwuchs:

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Plötzlich entdeckte ich eine ganze Ansammlung (GROF) an Weißrücken- und Kappengeier, die sich an irgendeinem gerissenen Tier zu schaffen machten. Leider konnte ich auf Grund des hohen Grases nicht erkennen, um was es sich handelte.

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Die Zeit drängte etwas, denn ich hatte noch ca. 130km vor mir und musste um 15.00h am Treffpunkt im Camp Pretoriuskop sein. Davor noch in Skukuza vorbei, um Vorräte aufzustocken und nochmal ins Internet schauen, denn in den nächsten 3 Tagen wird weder Strom noch Handynetz verfügbar sein. An dieser Stelle generell ein Hinweis zum Thema Handyempfang/Internet im Park: WLAN gibt es nur im Restaurant in Skukuza. Handyempfang hat man ebenfalls nur in den Camps, bzw. im Umkreis von 3-5km von den Camps. In allen anderen Gegenden im Park hat man kein Handyempfang – der Grund hierfür ist u.a. dass man den Wilderern keine Kommunikation mit Mobiltelefonen ermöglichen möchte.

Riesentrappe (Kori Bustard):

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In Skukuza nutzte ich auch nochmal schnell die Möglichkeit in der Communal Kitchen meine Technik aufzuladen:

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Angekommen in Pretoriuskop am Treffpunkt für den Napi Wilderness Trail:

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Im Krüger Nationalpark gibt es verschiedene solcher Wilderness Trails. Alle Wilderness Camps bestehen aus 4 Hütten/Zelten und starten 2x pro Woche und dauern 4 Tage/3 Nächte. Die Gruppe besteht aus maximal 8 Teilnehmern und 2 Rangern sowie 1 Koch. Das Camp vom Napi Wilderness Trail liegt ca. 25km vom Hauptcamp Pretoriuskop entfernt.

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Angekommen im Napi Camp:

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Die Zelte sind doch recht gut ausgestattet - mit eigenem Bad und Dusche:

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Nach dem Abendessen haben wir den Abend gemütlich am Lagerfeuer ausklingen lassen, wo uns die Ranger mit ihren Erlebnissen aus dem Busch schon auf den nächsten Tag einstimmten. Denn um 5.30h heisst es bereits Aufstehen und kurz nach 6.00h beginnt die Wanderung durch den Busch. Mehr dazu dann im nächsten Teil.
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Re: Wildnis pur - 1 Woche im Krüger Nationalpark

Beitragvon Bianca » 14. Juli 2019 19:30

Tag 6: zu Fuß durch den afrikanischen Busch

Nach einer kleinen urlaubs- und zeitbedingten Pause geht es hier nun weiter.

Die Nacht war recht kalt – denn auf der Südhalbkugel beginnt im Mai so langsam der Winter und die Temperaturen betragen morgens nur wenige Grad Celcius. Dennoch beginnt die Dämmerung um kurz nach 5.00h und auch die Vögel beginnen schon früh auf sich aufmerksam zu machen. Die ganze Nacht hat man in der Ferne Löwen brüllen hören – das Signal für unsere Ranger heute nicht direkt ab dem Camp zu starten, sondern erst ein paar Kilometer mit dem Safarifahrzeug zu fahren und unsere Wanderung ab dort zu beginnen.

Um kurz nach 6.15h ging es dann los – für interessante Sichtungen wurde natürlich angehalten. Ein paar Geier haben sich auf einem Marula-Baum niedergelassen:

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Brown-hooded Kingfisher im BRÜLLERLICHT:

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Schnell erreichten wir unseren Start-Punkt am Transport-Damm. Bereits am Vorabend haben uns die Ranger mit den Regeln im Busch vertraut gemacht. Die oberste Regel lautet: NICHT RENNEN! Denn jedes Tier wird garantiert schneller sein. Zudem wird hintereinander in einer Reihe gelaufen und es darf sich nicht unterhalten werden, um die Tiere nicht auf uns aufmerksam werden zu lassen.

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Unsere Ranger Julius und Philamon sind bewaffnet und beobachten die Umgebung ganz genau – indem sie auf Geräusche achten, mit dem Fernglas regelmäßig die Gegend abscannen und natürlich Spuren lesen. So kamen wir recht bald über diese frische Löwenspur:

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Laut Aussage der Ranger ist diese Spur noch nicht alt, zudem hörte der Verlauf der Spuren recht abrupt auf und verlief dann wieder den gleichen Weg zurück – es kann also sein, dass der Löwe erst gerade hier war umgedreht hat, als er uns gesehen hat.

Dass man bei so einer Wanderung auf die großen Tiere im Busch trifft, darf man natürlich nicht erwarten – es geht natürlich mehr um das Erlebnis zu Fuß durch den Busch zu laufen.

Ein Perl-Sperlingskauz (pearl-spotted owlet):

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Ein solcher Bush-Walk ist ganz schön anstrengend – zum einen ist es bereits um 8.00h recht warm, zudem sehr anstrengend, da man nicht auf befestigten Wegen läuft und ständig hochkonzentriert sein muss, wo man hintritt.
Nach etwa 2,5 Stunden machten wir eine kleine Frühstückspause:

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Unsere Ranger sehr entspannt…

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…was sich aber kurz darauf änderte, da wir auf ein Breitmaulnashorn mit seinem Baby trafen, welches nur etwa 20m entfernt war aber sofort weggerannt ist – viel zu schnell um ein Foto zu machen. Mitten in der Wildnis einem gefährlichen Tier zu begegnen versetzt einen dann doch in Angst und Schrecken – insbesondere dann, wenn die Ranger ganz plötzlich von entspannt in einen ganz anderen Modus umschalten.

Diese Impalas beobachten uns ganz genau:

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Nach guten 10km sind wir wieder an unserem Fahrzeug angekommen und es ging zurück ins Camp, wo der Koch in der Zwischenzeit das Mittagessen zubereitet hat.

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@MW: so sieht übrigens Rührei aus richtigen Eiern aus:

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Nach dem Mittagessen hieß es ein bisschen ausruhen, bevor es gegen 15.30h wieder los ging – hier konnte die Gruppe wählen, ob eine Wanderung oder ein Game Drive im Auto bevorzugt wird. Einstimmig haben wir uns für einen Game-Drive entschieden, schließlich stand am nächsten Morgen wieder eine Wanderung auf dem Plan.
Aus dem Auto lassen sich die Tiere auch viel besser fotografieren, da sie nicht sofort wegrennen.

Eine Puffotter (giftig):

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Meerkatzen:

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Zebra:

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Kleine Hyänen:

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Zum Sundowner ging es dann an den Transport Damm, wo wir ein paar Hippos im Wasser beobachten konnten:

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Die Nacht brach heran und wir machten uns auf den Rückweg in unser Camp. Mittlerweile zeigten sich die nachtaktiven Tiere und mit einem hohen ISO konnte man doch besser fotografieren als gedacht.

Tüpfelhyäne:

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Flecken-Uhu (spotted Eagle-Owl):

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Nach dem Abendessen und einer Runde am Lagerfeuer ging ein weiterer Tag im Busch zu Ende. Das Abenteuer Wildnis sollte sich am nächsten Tag noch steigern – dazu aber dann mehr im nächsten Teil.



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