Man hört viel Schlechtes über United, angefangen vom schlechten Essen über miesen Service bis hin zu alten, unmotivierten Flugbegleitern. Aber von sowas sollte man sich nicht zu sehr beeinflussen lassen und sich lieber sein eigenes Bild davon machen.
Los ging es also am 26. April, wie wir hinterher erfahren haben, sollten am selben Tag mit der Delta auch die User Aelbler und Muffin von der Alb fliegen. Schade, dass wir uns am Flughafen verpasst haben.
Da wir über Lufthansa gebucht haben, war leider kein Online Check-in möglich und so haben wir am Flughafen eingecheckt, was sowieso kein großer Unterschied ist, denn die Koffer muss man sowieso abgeben. Am Check-in angekommen, begann dann die Frage-Prozedur, welche wir bisher auf USA Flügen so noch nicht erlebt haben, da wir sonst immer in FRA, bzw. ZRH umgestiegen sind und somit davon verschont blieben. „Wer hat Ihren Koffer gepackt?“, „waren Sie die ganze Zeit bei Ihrem Gepäck?“, „haben Sie explosive Stoffe in ihrem Gepäck?“ und noch eine ganze Reihe weiterer solcher Fragen mussten beantwortet werden.
Nach der Passkontrolle das gleiche Spiel. Bevor man zum Gate konnte, wurden wieder genau dieselben Fragen gestellt, diesmal auf das Handgepäck bezogen. Teilweise wurden am Gate die Passagiere erneut kontrolliert.

N19130

Das Boarding begann bereits um 8.45h, an Bord wurde man von einer deutschsprechenden Stewardess begrüßt, welche zwar schon etwas älter, aber keineswegs unfreundlich oder unmotiviert war. Ich war überrascht, dass United auf diesen Strecken sogar extra deutschsprechendes Personal einsetzt, damit hätte ich nicht gerechnet, aber wie wir später feststellen sollten, war es auch dringend notwendig, wenn eine schwäbische Metropole wie Stuttgart mit einer Weltstadt wie New York verbunden wird

An Bord waren übrigens einige Umsteigepassagiere aus Warschau, welche kurz zuvor mit der LOT in STR gelandet sind.

Sicher, es ist ein Unterschied, ob man einen 10-Stunden Flug in einem Widebody vor sich hat oder in einer doch recht schmalen 757, aber der Sitzabstand war sehr angenehm, größer als bei Lufthansa oder Swiss. Die Auswahl der Filme, welche auch in deutscher Sprache vorhanden waren, war weitaus umfangreicher als bei Lufthansa.

Der Start erfolgte auf der 25, was dann von außen so aussah (Bild von MW):

Und aus der Kabine:

Direkt nach dem Start wurde schon das Essen serviert, man hatte die Auswahl aus 3 Gerichten: „Chicken“, „Beef“ or “Vegetarian“. Ein schwäbisches Ehepaar war mit den englischen Bezeichnungen der Gerichte bereits überfordert und sprach eine der amerikanischen Stewardessen im breitesten Schwäbisch an: „was war nomal des zwoide?“ Auf Grund der Sprachschwierigkeiten wurde dann die deutsche Stewardess Jutta gerufen und half bei der Übersetzung.
Chicken:

Beef:

Kurz hinter Paris war das Essen bereits beendet und wurde schon wieder eingesammelt und so konnte man es sich mit dem Bordprogramm bequem machen. Leider ist ein Flug über den Atlantik auf einer solch südlichen Route ziemlich langweilig, denn man sieht ca. 6 Stunden lang nur Wasser unter sich.
Irgendwann errichten wir das Festland und kurz vor der Landung wurde nochmal ein warmer Snack serviert (habe leider kein Bild davon gemacht).


Nach einer Flugzeit von 8 Stunden und 39 Minuten setzten wir in Newark auf der Runway 04R auf:

Unschwer zu erkennen, wer hier der Platzhirsch ist:

Insgesamt hat United bei uns einen ganz guten Eindruck hinterlassen, so dass wir diese Verbindung jederzeit wieder buchen und auch weiterempfehlen würden.
Das Hauptaugenmerk des einwöchigen Aufenthalts in New York sollte ganz klar auf Sightseeing und Shopping liegen. Dennoch wählten wir ein Hotel in Flughafennähe von EWR, da die Hotels in Manhattan doch recht teuer sind. In New Jersey wohnen und täglich nach New York reinfahren, kann man machen, auch wenn es etwas umständlich ist. Man hat die Wahl zwischen dem teuren NJTransit Zug direkt ab EWR, hierfür zahlt man pro Strecke etwa 10 USD. Oder aber man nimmt den Bus (Linie 62) ab EWR bis Newark Penn Station und von dort aus den PATH Train bis zum World Trade Center, ab dort geht’s mit der Metro weiter. Dauer bei guten Verbindungen 1,5h. Am Wochenende kann die Fahrt dann doch auch mal über 2,5 Stunden dauern. Kosten für Bus + PATH Train ca. 3 USD je Strecke.
In der Stadt selbst bewegt man sich am besten unterirdisch, mit der U-Bahn, das geht relativ schnell und ist im Vergleich zu deutschen Städten recht preisgünstig, so zahlt man für die „7Day unlimited ride“ Metro Card 29 USD. Je nach Linie sind unterschiedlich gestaltete Züge im Einsatz, aber eines haben alle gemeinsam, sie sind klapprig und laut.



Das neue World Trade Center:





Brooklyn Bridge und East River:

Manhattan Bridge:

Über den Hudson blickt man nach New Jersey rüber:

Verrazano Narrows Bride, welche Brooklyn mit Staten Island verbindet:

Direkt am East River gelegen, in der Nähe der Brooklyn Bridge befindet sich einer der beiden Heliports von Manhatten. Vor allem am Wochenende gehen hier viele Sightseeingflüge über Manhatten ab. Vom Ufer des East Rivers aus kann man hier besonders am Nachmittag schöne Bilder aufnehmen mit den Häusern Brooklyns im Hintergrund.
Im Anflug vor der Brooklyn Bridge, darunter kreuzt die Cricle Line

Viel Traffic am Wochenende





Von der Südspitze Manhattans aus verkehrt die Staten Island Ferry mehrmals pro Stunde kostenlos zwischen Manhatten und Staten Island.




Während der Überfahrt nach Staten Island hat man einen schönen Blick auf die Freiheitsstatue und Manhattan.


Müllentsorgung:



Viel Traffic auf dem Wasser:



Grand Central Terminal:



Ein Blick aufs Gleis

Ein Besuch im Central Park lohnt auf jeden Fall, gerade sonntags ist dort eine Menge los.



Den Park kann man entweder mit dem Fahrrad, einer Kutsche, dem Boot oder zu Fuß erkunden.









Da wir jeden Tag via EWR zu unserem Hotel gefahren sind, hatten wir so die Möglichkeit am Abend aus dem AirTrain noch ein paar Flieger in EWR zu fotografieren:










An einem Vormittag sind wir an den Flughafen LaGuardia gefahren um dort im Plane View Park etwas zu spotten.


Die Buslinie Q33 hält direkt am Plane View Park.

Das besondere an LGA ist, dass man wirklich recht nah am Geschehen ist und die Flugzeuge sehr tief sind.

Da in LGA hauptsächlich Inlandsflüge abgefertigt werden, besteht der Traffic natürlich aus den üblichen US-Airlines:
















Zurück nach Manhattan, Wall Street und das Bankenviertel:




Empire State Building und Chrysler Building:

Beim Besuch des 9/11 Memorial ist es ratsam über das Internet die Tickets zu buchen, so entgeht man den langen Schlangen am Eingang. Wie bei vielen Sehenswürdigkeiten in New York muss auch hier vorher eine Sicherheitskontrolle passiert werden.








Wenn man an diesem geschichtsträchtigen Ort steht, kommt es einem sehr unheimlich und beklemmend vor, wenn man auf einmal die Triebwerke eines Flugzeugs hört. Unweigerlich geht hier der Blick gen Himmel, auch wenn es sich hier nur um einen Anflug oder Abflug von La Guarida handelt.

An den Piers des Hudson Rivers, unweit der Stelle wo der US Airways Airbus notgewassert ist, liegt seit den 80er Jahren die CV-11, besser bekannt als USS Intrepid. Der 1943 in Dienst gestellte Flugzeugträger diente bis 1974 in der US Navy und wird seit 1982 als Museumsschiff genutzt.

An Deck befindet sich das Space Shuttle Enterprise, welches auf Grund des Hurrikans Sandy leider nicht zugänglich war. Dafür konnte man aber zumindest die anderen ausgestellten Flugzeuge betrachten.


Die meisten ausgestellten Flugzeuge waren ursprünglich bei den US Streitkräften im Dienst, insbesondere natürlich bei der Navy, aber auch bei der Air Force, der Army, den Marines und bei der Coast Guard.




Neben diesen Flugzeugen sind auch einige andere Maschinen aus anderen Ländern ausgestellt, wie hier von der Israel Air Force

Oder diese Eternard aus Frankreich

Neben der Intrepid befindet sich im Museumsbereich auch noch die USS Growler, ein ehemals mit Marschflugkörpern ausgerüstetes U-Boot der Grayback-Klasse. Auch dieses kann von innen besichtigt werden und man bekommt einen kleinen Eindruck wie eng es in so einem Ding zu geht.

Angefangen bei der Raketen-Kontrolle

Die Unterkünfte


Und der Torpedo-Raum

Unweit der USS Intrepid beginnt auf einer ehemaligen Hochbahnstrecke der Highline Park. Hier läuft man auf den ehemaligen Gleisanlagen der Hochbahn zwischen den Häusern durch. Künstler haben hier zur Gestaltung beigetragen und man blickt auf viele verschiedenen Facetten von New York.



Kunst an der Hauswand

Die typischen Feuertreppen, meist auf der Rückseite der Gebäude angebracht

Achtet man auf das Fenster rechts unten, so entdeckt man einen Fensterschmuck der besonderen Art

Hinterhof Feeling

Deutlich kreativer sind diese Graffitis mit New Yorker Geschichtsbezug

Man kann auch alte Werbebemalungen auf den Häusern entdecken.

Auch ein wenig abseits der Highline kann man einiges entdecken, beispielsweise das Parken wie in einem Regal von Ikea

Man kann aber auch einfach mal innehalten und an einem der vielen Aussichtspunkte das Treiben der Stadt beobachten.


Aus einer höheren Perspektive kann man die Stadt von zwei Punkten aus beobachten, zum einen vom Empire State Building aus, zum anderen vom Rockefeller Center. Wir haben uns für das zweite entschieden, da man von dort nicht nur die Häuserschluchten Manhattens sehen kann, sondern auch einen wunderbaren Blick auf das grüne Herz, den Central Park, hat.

Noch nicht ganz oben hat man auch aus dem Fenster eine tolle Aussicht

Oben angekommen gibt es auch „Aussichtshilfen“ …

Aus ca 200 m Höhe wirken Menschen wie Ameisen und Autos wie Spielzeuge

Das Rockefeller Center spiegelt sich im Nachbarhaus

Und der nahezu Rundum-Blick von oben – auf den Central Park

In Richtung Queens und Brooklyn


In der Ferne La Guardia

Und Lower Manhatten


Wieder unten angekommen, geht es noch für einen Abstecher auf den Time Square, ungefähr in der Mitte von Manhatten gelegen findet man hier einen pulsierenden Platz mit vielen Geschäften, Kinos, Theatern und natürlich allerhand skurriler Gestalten. Man trifft hier beispielsweise Darth Vader mit einem Stormtrooper …

… Winnie Pooh, Tigger, und ein Streifenhörnchen …

Aber auch Mickey Mouse, Papa Schlumpf, Batman, Spiderman und auch die Freiheitsstatue laufen hier rum und lassen sich für etwas Geld mit einem ablichten.


Dennoch ist der Times Square, wie auch ganz New York von Taxis geprägt




Und überall Tausende von Leuten



Zurück zum Flughafen: ein bisschen Anflug-Spotting in EWR:




Vor dem Abflug war es möglich noch ein paar Bilder aus dem Terminal zu machen:





Zurück gings dann mit dem A340-600 von Lufthansa nach MUC…

und der Augsburg Airways Dash 8 weiter nach STR:

Ich hoffe, der Bericht hat Euch gefallen und verabschiede mich mit diesem Bild:
