[Tripreport] Wilde Tiere und Buschpiloten in Botswana Teil 2

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Bianca
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[Tripreport] Wilde Tiere und Buschpiloten in Botswana Teil 2

Beitrag von Bianca » 28. November 2019 19:48

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Teil 1: https://www.strforum.de/viewtopic.php?f=29&t=15808

Für den zweiten Teil des Workshops ging es dann ins Okavango Delta, um die Safari-Aktivitäten durch Pirschfahrten an Land fortzusetzen. Das Ziel war die Khwai Private Reserve – mitten in der Wildnis gelegen und nur mit dem Buschflieger zu erreichen.

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Der Flug mit Mack Air war Bestandteil der Workshop-Reise, wir sind somit als Gruppe gemeinsam ins Okavango Delta geflogen. Die Buchung erfolgte durch Pangolin, wir hatten also keinen Einfluss auf Airline oder Uhrzeit. Die Abflugzeit haben wir erst am Vortag erfahren, denn da werden die Flugpläne für den nächsten Tag erstellt. Von Kasane aus dauert der Flug eine gute Stunde, ob es unterwegs noch Zwischenlandungen gibt, erfährt man dann erst kurz vor dem Start wenn der Pilot die Passagiere über den Flugverlauf informiert.

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Mack Air operiert vor allem von Kasane und Maun aus und fliegt hauptsächlich Safari-Touristen ins Okavango Delta. Die Flotte von Mack Air besteht aus 24 Cessna Grand Caravan.
Ein paar Bilder vom Traffic am Kasane Airport:

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Auch Wilderness Air bietet von Kasane aus Flüge ins Delta an:

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Insgesamt finden in so einer Grand Caravan 12 Passagiere Platz und man kann sich seinen Sitzplatz frei auswählen, bzw. im Falle einer Zwischenlandung muss man die Plätze nehmen, die noch frei sind. Wir haben uns für die Plätze ganz vorne entschieden, mit dem optimalen Blick ins Cockpit:

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Line-Up auf RWY 08:

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Im Cockpit saßen 2 Personen – ob wirklich beide Piloten waren, da bin ich mir nicht sicher. Geflogen ist auf jeden Fall der Herr links.

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Kasane Airport aus der Luft:

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Chobe River:

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Safety-Card:

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Erstes Ziel war FBKR – Kwhai River Airport. Bevor zur Landung angesetzt wird, wird erst mal gecheckt, ob die Runway auch frei ist. Damit ist kein anderes Flugzeug gemeint, sondern Elefanten, Büffel, Giraffen & co, denn der Flughafen ist nicht eingezäunt:

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Die Tiere versammelten sich aber alle am Fluss:

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Final:

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Nach einem kurzen Stopp, bei welchem einige Passagiere aus- und andere eingestiegen sind, ging es weiter. Nach weiteren 5 bis 10 Flugminuten erreichten wir dann unser Ziel – den Khwai Airport:

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Zwei Lodges (Sable Alley und Pangolin Khwai Camp) werden über diesen Airstrip bedient.

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Für unsere Maschine geht’s auch gleich wieder weiter:

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Am Airport wurden wir von unserem Safari-Guide Steez in Empfang genommen und zu unserer Lodge gebracht, welche auch nochmal 45 min. Fahrt vom Airport mitten im Busch lag:

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Für besondere Tiersichtungen haben wir natürlich angehalten:

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Angekommen in der Lodge – dem Pangolin Khwai Camp, welches von einem sehr netten österreichischen Ehepaar geführt wird:

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Die Lodge ist nicht eingezäunt und liegt in einem privaten Wildreservat. Die nächste Lodge ist einige Kilometer entfernt, so dass man hier wirklich Einsamkeit vorfinden kann. Zudem gibt es hier weder Handynetz oder gar WLAN – perfekt um mal wirklich abzuschalten und sich nur mit der Natur zu beschäftigen.

Übernachtet wird in Safari-Zelten:

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Da das Camp nicht eingezäunt ist, sind einige Regeln zur eigenen Sicherheit zu beachten. Z.B. darf man in der Dunkelheit nicht alleine zu seinem Zelt gehen und braucht immer die Begleitung des Personals. Eines Abends stand auch prompt ein Hippo direkt neben dem Weg. Hierzu sei gesagt, dass Flusspferde jedes Jahr mehr Menschen töten als Löwen oder andere Raubkatzen.

Jeweils morgens und abends startet man dann zu einem „Game Drive“. Gleich als erstes entdeckten wir einen Leoparden nur wenige Meter von unserem Camp entfernt:

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An diesem Morgen ging es Schlag auf Schlag – wir konnten mehrere Leoparden, Löwen und Hyänen sichten:

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Einige der zuvor erlernten Fototechniken haben wir auch im Okavango Delta angewandt – wie hier bei diesem Zebra mit der high-key Technik:

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Ein weiterer Versuch mit dieser Gabelracke:

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Zwischen den einzelnen Game Drives war auch genügend Zeit, um die Bilder zu sichten und zu besprechen – unser Photo Host Charl stand hierfür die ganze Zeit als Ansprechpartner zur Verfügung und gab uns auch Bearbeitungstipps mit Photoshop und Lightroom.

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Ein besonderes Highlight ist die Toilette mit spezieller Aussicht:

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Normalerweise müsste das Wasser im Delta im August viel höher stehen, aber dieses Jahr blieb der Regen wohl größtenteils aus. Dennoch mussten wir einige Wasserdurchfahrten wagen.

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Typisch für die Tierwelt im Okavango Delta sind die Letschwe Antilopen:

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Aber auch wenn es mal eine Weile keine großen Säugetiere zu sehen gab, lohnt es sich auch bei den kleineren Tieren nach passenden Motiven zu suchen:

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Elefant mit 2 Rüssel ;-)

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Ein paar Geier und ein Adler streiten sich um die Reste einer Antilope:

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Wildhunde:

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Elefanten trifft man auch immer wieder:

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An unserem letzten Morgen hatten wir noch die Gelegenheit, ein Löwenrudel mit einem frisch erlegten Wasserbock zu fotografieren:

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Anschließend ging es wieder zurück in die Lodge, um unsere Sachen zu packen. Leider gingen diese 3 Tage in der Wildnis viel zu schnell vorbei. Unser Guide brachte uns wieder zurück zum Airstrip. Da unsere Maschine etwas Verspätung hatte, hatten wir so die Gelegenheit, noch ein bisschen was vom Traffic am Airstrip mitzunehmen:

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Es war bereits nach 12.00h als unsere Maschine auf dem Khwai Airstrip landete – somit hatten wir noch genau 2h bis zu unserem Weiterflug ab Maun nach Johannesburg. Wir Deutschen werden da ja schnell nervös, aber in Afrika funktioniert das schon irgendwie alles ;-)

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Wir drei waren die einzigen Passagiere, die zugestiegen sind. Nachdem das Gepäck eingeladen war, ging es auch schon sofort los, der Flughafen Maun ist ca. 30 Flugminuten entfernt.

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Interessante Art, die Schwelle zu markieren:

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Das Terminal ;-)

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Der Khwai Airstrip nochmals aus der Luft:

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Auf der Flugroute nach Maun konnte man trotz der Trockenheit die typischen Okavango-Delta Bilder machen:

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Die Ausläufer von Maun:

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Maun Airport – auch bekannt als das Tor zum Okavango Delta:

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Bei Mack Air sind die Piloten auch zuständig für den Gepäck Transport:

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Zurück nach Johannesburg ging es mit dem Airlink Avro, welcher vor wenigen Tagen ausgeflottet wurde und nun durch moderne Embraer ersetzt wird.

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In JNB angekommen nutzten wir das letzte Tageslicht noch um etwas zu spotten:

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Als Fazit können wir sagen, dass Pangolin Photo Safaris auch zukünftig der Anbieter unserer Wahl sein wird, wenn wir eine organisierte Tour unternehmen möchten. Wir konnten bei dem Workshop definitiv einiges Neues dazu lernen und unsere bisherigen Kenntnisse in der Tierfotografie verbessern. Die neue Lodge von Pangolin in Kasane ist wirklich super geworden und es bleiben keine Wünsche offen. Der Service sowie die Freundlichkeit von allen Angestellten dort ist wirklich einzigartig. Da sowohl die Gäste als auch die Photo Hosts das gleiche Interesse haben, fühlt man sich sofort wie bei Freunden aufgenommen. Es ist definitiv ein komplett anderes Erlebnis eine Safari vom Boot aus zu machen – insbesondere dann, wenn man wie wir auch gerne Vögel fotografiert. Ich bin mir sicher, das war nicht unsere letzte Safari mit Pangolin auf dem Chobe River.
Eine geführte Safari in einem privaten Wildreservat mit einem Guide war für uns auf jeden Fall eine Erfahrung wert – hier werden wir aber in Zukunft wohl weiterhin eine Selbstfahrer-Safari in den großen Nationalparks bevorzugen.

Ich hoffe, Euch hat dieser Bericht gefallen. Solltet Ihr Lust bekommen haben, ebenfalls eine Reise ins südliche Afrika zu unternehmen und dies vielleicht nicht alleine machen wollt, könnt Ihr Euch gerne bei mir melden. Vielleicht lässt sich da als größerer Forumsausflug gemeinsam was auf die Beine stellen. Für alle weiteren Fragen und Tipps stehe ich natürlich auch gerne zur Verfügung.



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