[Tripreport] Wilde Tiere und Buschpiloten in Botswana Teil 1

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Bianca
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[Tripreport] Wilde Tiere und Buschpiloten in Botswana Teil 1

Beitrag von Bianca » 24. November 2019 06:48

Wer gestern beim Bilderabend anwesend war, kennt diesen Bericht schon – für alle anderen möchten wir den Bericht über die letzte Afrika Reise hier auch im Forum zeigen.

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Seit einigen Jahren sind Degi und ich mehrmals im Jahr in Afrika unterwegs, um unserer Leidenschaft der Wildlife Fotografie nachzugehen.
Um unsere Skills in Sachen (Wildlife) Fotografie zu verbessern, haben wir uns einem Workshop zu diesem Thema angeschlossen. Bereits vor 2 Jahren waren wir mit dem Anbieter Pangolin Photo Safaris auf dem Chobe River unterwegs, damals auf einem Hausboot (https://www.strforum.de/viewtopic.php?f=29&t=14359).

Normalerweise sind wir ausschließlich als Selbstfahrer auf unseren Touren, aber das Angebot von Pangolin ist im Gegensatz zu vielen anderen Safari Anbietern vollkommen auf Fotografen und deren Bedürfnisse zugeschnitten. Pangolin Photo Safaris bietet über das Jahr hinweg mehrere Workshops für Einsteiger und Fortgeschrittene an. Da wir bereits Erfahrung in Sachen Tierfotografie mitbringen, haben wir uns für den Workshop „Advanced Wildlife Photography“ entschieden. Dieser einwöchige Workshop findet jeweils 3 Tage in Kasane auf dem Chobe River sowie im Okavango Delta statt. Dazwischen gibt es mehrere Theorie-Einheiten zur Bildbearbeitung, Fotografie-Techniken sowie die Besprechung der Bilder. Geleitet wird das Ganze von einem Pangolin Photo Host. Alle Pangolin Photo Hosts sind erfahrene Wildlife-Fotografen. Unser Workshop wurde von Charl Stols geleitet.

Wer mehr über Pangolin Photo Safaris und deren Angebote in Afrika erfahren möchte, kann sich über folgenden Link informieren: https://www.pangolinphoto.com/

Los ging es am 02.August ab Stuttgart via Frankfurt und Johannesburg nach Kasane. Am frühen Nachmittag erhielten wir eine SMS, dass die Verbindung STR-FRA annulliert wurde. Da Lufthansa mit technischen Problemen ihres Buchungssystems zu kämpfen hatte, war auch keine Umbuchung möglich. Trotz mehrmaliger Anrufe im Callcenter, kam man nicht weiter und wir liefen Gefahr, die Langstrecke ab Frankfurt am Abend mit South African Airways zu verpassen, wenn wir jetzt nicht irgendwie selbst aktiv werden. Nachdem LH uns keine alternative Beförderung nach FRA anbieten konnte, versuchten wir unser Glück bei South African Airways und da war es wenigstens möglich, uns ein Bahnticket für Stuttgart-Frankfurt auszustellen.

ZS-SNC am Gate in FRA:

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Mit Sonnenuntergang ging es in FRA los:

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Auch wenn der A340-600 nicht der modernste Flieger ist, z.B. gibt es keine USB-Ports zum Aufladen des Handys, punktet die Maschine aber mit einem sehr großzügigen Sitzabstand, so dass auch ein Nachtflug angenehm ist.
Im Gegensatz zu europäischen Airlines kann man in der Economy Class aus 3 Gerichten auswählen:

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Der Versuch, einen Wingview mit Milchstraße und Sternenhimmel aufzunehmen – Mitten in der Nacht irgendwo über Afrika:

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Frühstück – auch hier konnte man zwischen 2 verschiedenen Varianten wählen:

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Da es für uns direkt weiter nach Botswana ging, mussten wir in Südafrika nicht einreisen und konnten im Transit bleiben. Da wir noch einige Zeit bis zum Weiterflug hatten, verbrachten wir die Wartezeit mit Spotten aus dem Terminal:
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Auf der Strecke von JNB nach BBK wird der neue Embraer 190 von Airlink eingesetzt.

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Bordverpflegung auf dem 1,5h Flug:

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Anflug auf Kasane mit dem Chobe River:

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Neben Airlink und Air Botswana werden in Kasane hauptsächlich kleine Safari Chartermaschinen von Mack Air und Wilderness Air abgefertigt.

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Air Botswana ATR-72 mit neuer Bemalung:

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Kasane ist zwar eine der größten Städte in Botswana, dennoch entspricht Kasane mit 10.000 Einwohnern eher einem Dorf. Pangolin Photo Safaris hat hier vor einem Jahr eine eigene Lodge eröffnet, in dieser verbrachten wir auch die ersten 3 Nächte des Workshops. Auch wenn man keinen Workshop gebucht hat, sind im Übernachtungspreis alle Mahlzeiten und Getränke, sowie zwei Bootstouren am Tag (morgens und nachmittags) inbegriffen. Darüber hinaus kann man sich auch kostenlos Kamera-Equipment ausleihen, sollte man nicht selbst ausgestattet sein oder man möchte mal etwas anderes ausprobieren.

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Im Hotel trafen wir auf die andere Workshop-Teilnehmerin. Eigentlich waren noch zwei weitere Teilnehmer gebucht, welche aber irgendwie nicht aufgetaucht sind. Somit waren wir nur eine kleine Gruppe von 3 Personen – diese Workshops sind für maximal 8 Personen konzipiert.

Trotz Müdigkeit durch die lange Anreise ging es direkt am Nachmittag auf die erste Safari mit dem Foto-Boot:

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Die Boote sind speziell für die Bedürfnisse von Fotografen gebaut worden – ausgestattet mit Stativen sowie Sitzen, die sich um 360 Grad drehen lassen. Die Bootfahrer sind alle ausgebildete Safari-Guides und immer auf der Suche nach Tieren und besonderen Motiven, während sich der Photo Host um die Gäste kümmert und Tipps zu Kameraeinstellungen gibt.

Gleich zu Beginn hatten wir die Möglichkeit, mit einigen Marabu Störchen Mitzieher zu üben – dabei ist mir dieses Bild gelungen:

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Ein Krokodil beim Sprung ins Wasser:

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Mit dem Boot kommt man teilweise recht nah an die Tiere ran:

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Im August geht die Sonne schon gegen halb 6 unter:

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Ein weiteres Fotoboot von Pangolin:

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Jeweils morgens und nachmittags gibt es eine 3-4 stündige Bootsfahrt auf dem Chobe Fluss. Dazwischen wurde der Workshop auch durch Theorie-Einheiten im „Editing Room“ ergänzt:

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Wann immer es sich auf den Bootsafaris ergeben hat, haben wir auch verschiedene Techniken ausprobiert, wie z.B.

Rimlight - d.h. das eigentliche Motiv bleibt dunkel, nur der Rand ist erleuchtet, was sich bei Tieren mit Fell oder Federn anbietet – wie hier bei diesen Pavianen:

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Low-key - nur Teile des Bildes, die ausgeleuchtet sind, werden hervorgehoben. Der Rest bleibt dunkel – nahezu schwarz:

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High-key - im Gegensatz zum low-key werden hier Bildelemente ausgebrannt, so dass viel weiße Fläche entsteht. Diese Technik funktioniert besonders gut, wenn man ins Gegenlicht fotografiert oder bei kontrastarmem, natürlichem Licht.

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Der Chobe River ist auch ein Paradies für Vogelfotografen und gerade mit dem Boot lassen sich Aufnahmen machen, die sonst nur schwer möglich sind, wie beispielsweise dieses sich spiegelnde Blaustirnblatthühnchen:

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Ein Zwergspint beim Takeoff ;-)

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Je mehr Brennweite desto besser – die Fotoobjekte sind manchmal wirklich sehr klein, wie dieser Haubenzwergfischer:

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Wer an den Chobe River kommt, um die großen Big Five zu sehen, wird vielleicht enttäuscht sein – meiner Meinung nach muss man auch ein Auge für die kleinen Dinge in der Natur haben. Aber dennoch gibt es auch hier große Säugetiere wie z.B. diesen Büffel:

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Ansonsten sieht man hier viele Vögel, die am Wasser leben, wie z.B. dieser Graufischer (Pied Kingfisher):

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Schlangenhalsvogel (African Darter):

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Afrikanischer Schreiseeadler:

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Löffler:

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Aber natürlich auch viele Elefanten, denn der Chobe Nationalpark beherbergt eine der größten Elefantenpopulation weltweit:

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Hippos:

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Im Chobe Nationalapark leben auch die seltenen Säbelantilopen – hier ein paar Jungtiere:

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Die 3 Tage in Kasane vergingen schnell. Am letzten Morgen gab es noch eine letzte Bootstour auf dem Chobe River, bevor es zum Frühstück zurück ins Hotel ging. Anschließend hieß es Sachen packen und auf in Richtung Flughafen, denn unser Flug ins Okavango für den zweiten Teil des Workshops stand an. Dazu aber mehr im nächsten Teil des Berichts.



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Re: [Tripreport] Wilde Tiere und Buschpiloten in Botswana Teil 1

Beitrag von Andre » 25. November 2019 09:23

Wirklich ausgezeichnete Bilder! Vielen Dank für den Bericht Bianca.


Viele Grüße
Andre

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