
Hallo zusammen,
ich möchte euch gerne meine Erfahrungen und Erlebnisse aus China im Juli letzten Jahres zeigen. Wer hier allerdings Spotting-Bilder suchen wird, wird eher nicht groß fündig werden, dafür war leider keine Zeit, ich habe mich eher unter Land und Leute gemischt. Grund der Reise war eine Exkursion der Hochschule. Daher kam ich auch ins Landesinnere, wo unsere Partnerhochschule beheimatet ist.
Die Route begann in Peking und führte uns durchs Landesinnere nach Xi'An. Anschließend ging es weiter nach Shanghai und zuletzt nach Macau und Hongkong.

Los ging es abends mit dem ICE nach Frankfurt und von dort mit EK nach Dubai:
EK48
FRA-DXB
Emirates Boeing 777-36N(ER)
A6-EBJ


Es gab dann auch relativ schnell Abendessen, für Economy war der Lachs wirklich absolute Spitzenklasse.

Nach einem kurzen Nickerchen ging bereits die Sonne wieder auf und wir befanden uns bereits im Landeanflug auf Dubai


Hier noch in Videoform

Dieses Triebwerk ist einfach nur ein Monster!!

Allgemein war ich mit der Eco von Emirates sehr zufrieden, gutes Essen, heiße Tücher und schlafen konnte ich auch einigermaßen. Außerdem ist der ICE nach Frankfurt bereits inkludiert..die Fahrt ließe sich dennoch mit einer Verbindung ab STR verhindern...
Einziges Manko war der nach der Ankunft total überfüllte Transit-Bereich, hatten wir wohl die Rush hour erwischt. Naja nach einer Runde frisch machen frühstücken hieß es dann nur noch auf den nächsten Flug warten... 4 Stunden Umsteigezeit sind dann doch relativ lang.
Das Warten hatte sich allerdings gelohnt, denn beim Boarden für den Flug nach Peking hieß es wortwörtlich: "I'm sorry Sir, we have a Problem. You have to fly Business Class"...naja das ist doch mal ein Problem über das man sich nicht wirklich aufregen muss!
EK308
DXB-PEK
Emirates Boeing 777-31H(ER)
A6-ENK
So ein Takeoff einer 777 aus der Business Class Perspektive ist schon was besonderes... allein der Sound der Triebwerke...einfach genial!
Hier lässt es sich aushalten!

Leider keine gute Sicht über den Emiraten...dann genieß ich eben die Aussicht auf das Triebwerk

Naja dann genieß ich eben das Essen an Board...dachte ich...
Der Salat war zwar top, aber der zusammengepresste Fisch...naja

Ich mag zwar Fisch, aber die Garnelen bekomme ich aus der Tiefkühltruhe wirklich besser hin... da hätte ich lieber nochmal den Lachs aus der Eco gegessen. Und das Steak aus der Menükarte war leider aus.

Dafür entschädigte allerdings die Aussicht über Pakistan absolut alles. Das ist das Karakorum Gebirge, in dem u.a. auch der K2 liegt. Er ist mit 8611m der zweithöchste Berg der Erde.


So viel zur Geographie, es gibt nämlich noch Nachtisch:

Nach einer späten Ankunft am Hotel begaben wir uns am nächsten Mittag auf Entdeckungstour durchs riesige Peking. Dabei lohnt es sich zu 4. auf jedenfall mit dem Taxi zu fahren, wobei die Metros eigentlich auch nicht schlecht sind.
Man sieht, dass hier kaum oder wenig Smog vorhanden ist...das lag aber daran, dass es in unserer Ankunftsnacht noch kräftig geregnet hatte...einen Tag später sah es nichtmehr so schön aus.
CCTV Tower (234m)

Kaufhäuser sind in China immer was besonderes..so gab es hier jede Menge Skulpturen und Riesenblumen:


Im Ritan Park gibt es ein schwimmendes Teehaus:

Weiter ging zum Lama Tempel, den wir allerdings nicht besuchen konnten, da die meisten "Attraktionen" bereits gegen 18 Uhr schließen.

Typisch für die Wohnhäuser der Pekinger Innenstand: Einstöckig und gute Verkabelung, hier würde sich jeder Elektriker wohlfühlen

Anders sieht es in den Einkaufstraßen aus, hier wirkt alles sehr westlich.

Nachts ging es dann in die "Geisterstraße". Eine absolute Empfehlung meinerseits, hier fühlt man sich in einem China wie man es sich vorstellt. Viele Menschen, klasse Restaurants, abends eine tolle Atmosphäre.



Da es in der Innenstadt Pekings aufgrund des Smogs gewisse Einschränkungen bei der Autowahl gibt, ist dieses Bild garnicht mal so selten:
Häufig wohnen die Einwohner hier mit ihren Familien in winzigen einstöckigen Häusern, vor der Haus steht aber ein niegelnagelneues (deutsches) Auto.

Der Himmelstempel.
Viele Attraktionen rund um Peking folgen meistens demselben Prinzip: Man zahlt Eintritt, um in einen riesigen Park zu gelangen, in welchem Tempel stehen. Um aufs Tempelgelände zu kommen zahlt man dann nochmals Eintritt...und dann meist nochmal Eintritt, um in den Tempel zu gelangen
Da zudem vor allem in Peking extrem viele chinesische Touristen sind, empfand ich die Tempel nicht wirklich als tolle Attraktionen. Seine Ruhe hat man dort nicht und wirklich spektakulär sind sie auch nicht...sind halt schön anzuschauen

Dann gab es originale Pekingente
Ein anderes Abendessen war mit einer chinesischen Show, wobei viel chinesische Musik gespielt und darauf getanzt wurde. Das spiegelte an sich so das China wider, was man erwartete. Auch chinesische Oper wurde gesungen. Ich bin zwar kein Kulturbanause, aber die 10 Minuten chinesische Oper haben mir vollkommen gereicht


Unser Hotel:

Nach 2-3 Tagen ließ sich dann auch der Smog blicken:

Dann ging es zum etwas außerhalb von Peking gelegenen Sommerpalast:



Direkt im Anschluss ging es dann zur großen Mauer, auf die wir dann noch einige Treppen hochwandern durften. Leider war die Sicht nicht wirklich gut, dafür war allerdings absolut nicht viel los dort.


Teilweise ist es ganz schön steil.

Runter von der Mauer geht es dann in wenigen Minuten mit einer Bobbahn
Bei zurückfahren in die Stadt trafen wir dann leider auf die Rushhour, da würde ich definitiv nicht fahren wollen.

Am nächsten Tag ging es für uns in die verbotene Stadt. Ein Besuch dort muss nicht unbedingt sein, für die langen Wartezeiten sieht man nur total viele Menschen und ein paar Tempel.


Viel mehr lohnt sich ein Hügel mit Tempel hinter der verbotenen Stadt, Von dort aus hat man die ganze verbotene Stadt im Blick.

Danach ging es noch auf den Nachtmarkt, auf dem es jede Menge Köstlichkeiten gibt


Den letzten Abend verbrachten wir dann noch auf dem Olympiagelände, was durch die Beleuchtung auch absolut empfehlenswert ist.
Den ganzen Abend verwandelt sich das Vogelnest zu einer riesigen Werbeleinwand.



Am nächsten Morgen ging es dann weiter nach Xiangfan:
Shenzhen Airlines ZH9273
PEK-XFN
Airbus A320 B-6856

Dann gibts eben morgens um 7 Uhr warme Nudeln



Allgemein war ich sehr überrascht von diesem Flug. Nach den Erfahrung, die ich so über chinesische Inlandflüge gehört hatte, hätte ich ein totales Chaos erwartet. Der Flug war absolut angenehm und total ruhig, ein ganz normaler Flug eben...jedoch sollte ich auf anderen Inlandsflügen anderes erfahren...dazu später mehr.
Dann die Landung mitten im Nirgendwo der kleinen 6 Millionen-Stadt:
Passend dazu fiel auch der Flughafen dementsprechend groß aus, hatte 1 ganzes Gepäckausgabeband!

Der Grund, warum wir in diese "verlassene" Gegend kamen, war die Automobilindustrie. Wir besichtigten einige Firmen, darunter hauptsächlich das Großunternehmen Dongfeng. Aus den Fabriken hab ich wenige Bilder, ich kann aber sagen, dass es in den meisten Fabriken einigermaßen gut aussahen, auch wenn am Band noch sehr viel von Hand gearbeitet wird. Dennoch entspricht natürlich vieles nicht den deutschen Sicherheitsstandards.



Ein sehr häufiges Bild in dieser Region, riesige Straßen mit wenigen Autos. Es sind zwar Millionenstädte, aber mit dem Auto bewegt sich hier wohl niemand fort. Oder es wird sich auf eine Invasion vorbereitet. Außerhalb der Städte entstehen auch riesige Wohnungsgebäude. Da habe ich mich oft gefragt, woher die ganzen Leute kommen sollen.

Ente gabs auch.

Die Gartenanlage einer gewissen Familie Xi

Mein absolutes Highlight-Abendessen fand einfach auf der Straße statt, eine unglaubliche Atmosphäre. Zudem schmeckte einfach alles superlecker!


Aal mit Chilli...eigentlich eher Chilli mit Aal

Irgendein Fisch in Süß-Sauer, absolut lecker!

Am nächsten tag ging es weiter nach Shiyan (4 Millionen Einwohner).
Auf dem Weg besuchten wir noch eine Kung-Fu Schule, für jung und alt.



autsch.



Danach ging es ins Wudang Shan Gebirge. Hierbei führen so 7000 Treppenstufen nach oben auf den Gipfel. Bei einer Luftfeuchtigkeit von 100% und 35°C absolut kein Zuckerschlecken



Blick auf Shiyan

Dann hieß es auch mal einen Tag ausspannen. Dazu mieteten wir uns ein Bott auf einem Stausee, in dem man auch Baden konnte.


Weiter ging es noch nach Xi'An.

Eine tolle Innenstadt mit schönen Märkten

Hier werden Nudeln gemacht
Der Teig wird über den Haken gelegt, langezogen, übereinandergelegt und wieder üben den Haken. Nach ein paarmal ergeben sich daraus Nudeln.

Eine chinesische Metzgerei, würde es bei uns auch nicht geben, erst recht nicht bei 30°C

In Xi'An steht die bekannte Terrakotta-Armee

Für mich war das allerdings eine große Enttäuschung, für einen riesigen Eintrittspreis wird man mit riesigen Menschenmassen durch 5 Hallen geführt, wobei meist nirgendwo komplette Figuren stehen.

Die einzigen wirklich gut erhaltenen Figuren stehen in der total überfüllten 1. Halle. Für dieses Motiv muss man wirklich kämpfen!

Das war es vorerst, weiter geht es dann im 2. Teil mit Shanghai, Macau und Hongkong.
Ich hoffe es hat Gefallen gefunden, über Kritik, Lob und Anregungen freue ich mich natürlich sehr!
Liebe Grüße,
Daniel



